Ruta de la Plata, 9. Tag
Sonntag, 10.9.23

Der Weg ist steinig! Zuerst ging es bergan und Elmi war noch nicht warm «gelaufen». Trotzdem war der erste Teil sehr schön. Und mit wunderbarer Aussicht.

Im zweiten Teil war der Weg eine Katastrophe. Zwar mehr oder weniger geradeaus, aber kleine Wellen im Boden. Ich dachte, dass ich eine Hirnerschütterung bekomme. Was für eine mühsame Angelegenheit. Der dritte Teil eine weitere Katastrophe. Davor roch es gut nach Weihrauch, obwohl ich es in der Kirche nie mochte, aber in der freien Natur ist dies anders. Schade, wir haben nicht viel Zeit, um uns Dörfer anzusehen.

Der letzte Teil beinhaltete eine 11% Steigung, das heisst gerade den Hügel hinauf. Es hätte eine Alternative gegeben, aber ich sagte probieren wir es. Dies war ein grosser Fehler. Hier hat es mich das erste Mal geworfen. Grosse Steine und ein gewaltiger Anstieg und so verlor ich die Beherrschung über mein Fahrrad und schon lag ich auf der Seite. Auch Elmis Hinterrad drehte weiter oben leer durch. Tja, aber schlussendlich sind wir praktisch heil oben angekommen. Ausser ein paar blauen Flecken und einer kleinen Schürfung am Ellbogen. Dann kam ein kleines Waldstück, dort ist uns ein Fussgänger begegnet. Es war ein Italiener, der zu einem Kloster wollte. Aber er hatte keine Karte und er hinkte schon sehr stark. Noch 25km wollte er bewältigen. Elmi sprach längere Zeit mit ihm und erklärte ihm den Weg zu seinem Ziel. Ich denke es war ein Bruder aus einem Kloste, der den Camino, oder einen Teil des Caminos zu Fuss besucht. Aber er war wirklich nicht, oder nicht mehr gut zu Fuss. Elmi zeigt ihm den Weg auf dem Handy und er machte ein Foto, dass er wenigstens ungefähr wusste wohin. Viele machen den Camino alleine. Ich sagte zu Elmar, dass jeder von uns auf seinem Fahrrad sitzt und ich, oder besser gesagt, wir nicht viel sprechen während dem Fahren. Ich muss mich auf den Weg konzentrieren. Auf diesem Weg gibt es nur die Variante Stein.


Zur Mittagszeit waren wir in einer relativ kargen Gegend und deshalb assen wir unsere Brote unter dieser Brücke, die etwas Schatten versprach. Ich fragte mich immer wieder, was diese Tiere essen.
Die Unterkunft war super. Cesar hat uns herzlich empfangen und mit uns die nächsten beiden Routen besprochen. Sehr schöne Unterkunft und 3 Spanier waren vor uns bereits angekommen und luden bereits ihre Fahrräder, sie hatten bereits geduscht. Wir durften sogar aus zwei Zimmern auswählen. Das Frühstück war Selbstbedienung, aber es war alles vorhanden. Für einmal wuschen wir unsere Sachen in der Waschmaschine. Am Abend gingen wir Hamburger mit Friten essen. Es gab nur dies, oder Sandwich, das hatten wir aber schon am Mittag gegessen.
Tourenverlauf Cáceres nach Grimaldo
