{"id":992,"date":"2025-10-27T21:19:09","date_gmt":"2025-10-27T21:19:09","guid":{"rendered":"https:\/\/nora.buek.ch\/?page_id=992"},"modified":"2026-08-10T17:58:41","modified_gmt":"2026-08-10T17:58:41","slug":"reisebericht-rumaenien","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/nora.buek.ch\/index.php\/reisebericht-rumaenien\/","title":{"rendered":"Reisebericht Rum\u00e4nien"},"content":{"rendered":"<h1><a href=\"https:\/\/nora.buek.ch\/index.php\/2025\/10\/26\/https-nora-buek-ch-index-php-into-zu-reise-nach-rumaenien\/\"><strong>Von Vilters nach Rum\u00e4nien und zur\u00fcck 2016<\/strong><\/a><\/h1>\n<h2>Intro<\/h2>\n<p>Wie kommt man darauf nach Rum\u00e4nien zu reisen und vor allem mit dem Motorrad? Ein guter Freund von uns, der sehr gerne Rallys f\u00e4hrt, war in Rum\u00e4nien. Uns haben seine Erz\u00e4hlungen fasziniert und wir sagten uns, dass w\u00e4re doch was f\u00fcr uns, aber mit dem Motorrad. Unsere Tochter wollte mit uns kommen und ihr damaliger Freund ebenfalls. So kamen wir auf die Idee mit der Reise nach Rum\u00e4nien. F\u00fcr mich war es die erste Reise zusammen mit meiner Tochter auf dem Motorrad. Es war also f\u00fcr mich auch eine Herausforderung. Das Abenteuer konnte beginnen, die ungef\u00e4hre Reiseroute wurde bestimmt und verschiedene W\u00e4hrungen gewechselt. Die Motorr\u00e4der waren damals immer gewartet und bereit f\u00fcr eine n\u00e4chste Fahrt ins Ausland. Das Equipment mehrfach erprobt. Nur den Luxus von Hotels anstelle von Zeltpl\u00e4tzen wollten wir uns leisten.<\/p>\n<h2>1. Tag Montag, 25.07.2016<\/h2>\n<p>Alles bereit. Die Motorrad Koffer gepackt, je ein Koffer pro Person. Verschiedene W\u00e4hrungen gewechselt wie z.B. Euro Forint, Lei, Kuna und Dinar. Man sieht wir haben in den n\u00e4chsten 14 Tagen etwas vor. Die Koffer an unseren Motorr\u00e4dern haben uns schon viele Male gute Dienste geleistet. Auch wenn ich zwischenzeitlich kein eigenes Motorrad hatte, haben wir das Equipment wie z.B. die Koffertr\u00e4ger und die Koffern behalten. Mein Mann hatte mir auf den 50-zigsten Geburtstag eine BMW R80GS geschenkt. Eine \u00e4hnliche fuhr ich als ich noch j\u00fcnger war. Wir haben Sie Occasion gekauft. Er hat sie w\u00e4hrend einigen Wintermonaten praktisch komplett auseinander genommen und revidiert. Das Bike war einfach wie neu als ich es bekam.\u00a0<strong>Foto Bike folgt\u00a0<\/strong>Die ersten Hotels hatten wir gebucht. Ja wir haben uns Hotels geleistet. Als wir jung waren, ging das mit dem Zelt, aber heute mit unseren alten Knochen ist das nicht mehr so einfach. Unser erstes Hotel befand sich in 39030 Vintl, Italien. Der einzige Nachteil ist, man weiss wie weit man fahren muss bzw. man muss bis dorthin fahren. Dies waren am ersten Tag ungef\u00e4hr 274km. Von uns zu Hause ging es los nach Landquart, dann durchs Pr\u00e4ttigau bis nach Davos und \u00fcber den Fl\u00fcelapass nach Zernez im Engadin. Dann ging es weiter Richtung Ofenpass und das Val Mustair.\u00a0Unser n\u00e4chstes Ziel war Meran. Ich fuhr zum ersten Mal mit Koffern und meiner Tochter als Passagier. Das Motorrad war echt schwer zum Lenken, oder um es auf dem Mittelst\u00e4nder zu\u00a0 heben. Auch das Motorrad zu bremsen erforderte Kraft in den Armen. Wir haben nicht so moderne Motorr\u00e4der mit ABS etc. Aber das Gef\u00fchl ist einzigartig. Von Meran ging die Strecke s\u00fcdw\u00e4rts bis Bozen, wo wir links abbogen. Von Bozen waren es noch ungef\u00e4hr 60km bis nach Vintl. Im Hotel Appartement Haus Gitschberg hatten wir unsere Hotelzimmer gebucht. Gl\u00fccklich aber ein bisschen m\u00fcde kamen wir an. Im Hotel assen wir das Menu zum Abendessen. Ich sammle jeweils die Belege, deshalb weiss ich es noch so genau. Je nach Distanz und Aufenthaltsdauer bleibt nicht viel Zeit zum Fotografieren. Am Abend war f\u00fcr meinen Mann und mich dennoch noch gen\u00fcgend Zeit, um vor dem Eindunkeln noch einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Ein sch\u00f6ner Ort, sch\u00f6ne Berge, aber f\u00fcr uns nur ein Zwischenstopp.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>2. Tag Dienstag, 26.07.2016<\/h2>\n<p>Ja im nachhinein kann ich es selbst fast nicht glauben, aber unsere zweite \u00dcbernachtung war in Maribor Slowenin gebucht. Von Vintl ging es westw\u00e4rts bis nach Obertilliach, wo wir ein Picknick f\u00fcr uns einkauften. Dies war um 11.40 Uhr am 26.07.2016. Danach kam eine wundersch\u00f6ne kurvige Strecke, die mir gut in Erinnerung geblieben ist. Am W\u00f6rthersee vorbei dem Fluss Drau folgend bis nach Slowenien. Nach der Grenze stand etwas am Boden geschrieben, aber ich hatte keine Ahnung, was da stand. Ich glaube ich habe sp\u00e4ter nachgesehen und es hiess &#171;Schule&#187;. Dann zog es sich noch lange hin bis Maribor, insgesamt waren es an diesem Tag 363km. Da wir f\u00fcr die zweite Nacht ein Garni Hotel gebucht hatten, gingen wir zum Abendessen in die Stadt. Die &#171;Pizzeria&#187; hiess Mlada Lipa. und wir bezahlten f\u00fcr 4 Personen 55.40. Von diesem Tag gibt es praktisch keine Fotos, weil wir so viel unterwegs waren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>3. Tag Mittwoch, 27.07.2016<\/h2>\n<p>Fr\u00fch standen wir wieder auf und ein Fr\u00fchst\u00fcck gab es nicht im Hotel. Ich erinnere mich nicht, aber ich meine man konnte aus irgendeinem Grund kein Fr\u00fchst\u00fcck, oder Abendessen einnehmen. Um 07.26.33\u00a0 Uhr haben wir in Maribor ausgecheckt. Danach gab es eine wirklich lange Fahrt nach Ungarn bzw. Baja. Slowenien und Ungarn waren uns unbekannt. Wir wussten, dass wir f\u00fcr die Autobahn bezahlen mussten. Aber die Grenze war nicht klar ersichtlich zwischen \u00d6sterreich und Ungarn und so befanden wir uns schnell einmal in Ungarn. Bei der ersten Ausfahrt fuhren wir ab und suchten ein Einkaufszentrum. Die Verst\u00e4ndigung war alles andere als einfach, aber in einem Laden, fand sich jemand, der uns erkl\u00e4rte, dass wir die Autobahnfahrten an einer Tankstelle bezahlen k\u00f6nnten. Die junge Dame sprach ein bisschen Englisch und versuchte uns den Weg zu erkl\u00e4ren. Das Bezahlen f\u00fcr die Autobahngeb\u00fchren war dann schnell und unkompliziert. Irgendwo unterwegs in der Pampa haben wir zu Mittag gegessen und ein Gewitter gab es auch noch. Was mich beeindruckte, war wie flach es in diesem Teil von Ungarn war. Man konnte den Horizont immer sehen. Einfach nur flach. Das Hotel in Baja befand sich gleich neben der Donau. Im Hotel assen wir zu Abend.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>4. Tag Donnerstag, 28.07.2016<\/h2>\n<p>Was unvergesslich ist, war das Fr\u00fchst\u00fcck in Ungarn. Es gab Peperoni, Gem\u00fcse und alles m\u00f6gliche, aber kein Brot oder so etwas (deshalb unvergesslich). Auch die Menge war einfach nur beeindruckend. Zuerst dachten wir die Portion sei f\u00fcr 1 Person, aber es gab noch weitere 3 Portionen. Danach gings l0s Richtung Rum\u00e4nien. Wir waren schon sehr gespannt auf Rum\u00e4nien. Deshalb kam Ungarn auch zu kurz, weil wir m\u00f6glichst viel von Rum\u00e4nien sehen wollten. Kaum \u00fcber der Grenze, wenn man dies noch so sagen kann, denn Grenzposten gab es eigentlich keine mehr in der Europ\u00e4ischen Union. Also kaum \u00fcber der Grenze, wollten wir etwas einkaufen. Als unsere Motorr\u00e4der parkiert waren, kam sofort ein junger Mann auf uns zu. Was wir kaufen m\u00f6chten in dem Laden. Wir hatten kein gutes Gef\u00fchl. Also teilten wir uns auf. Jemand musste bei den Motorr\u00e4dern warten und die zwei anderen gingen in den Laden. Zum Schluss wollte der junge Mann etwas Geld von uns. Er sprach auch gut Englisch. Also gaben wir ihm etwas f\u00fcr seine &#171;Dienstleistung&#187; und fuhren weiter. Unsere Bef\u00fcrchtungen waren unbegr\u00fcndet. Nur man weiss ja nie. Als wir weiter fuhren kamen wir auf eine Strasse, wenn man dazu noch Strasse sagen kann. Es war ein Belag, der nur aus L\u00f6chern bestand. Wir dachten uns schon, so kommen wir nie an unserem Tagesziel in Timisoara an. L\u00f6cher, L\u00f6cher und nochmals L\u00f6cher. Langsam fahren war angesagt, den die hatten teilweise einen Durchmesser von 50cm. Mit der Zeit hatte ich es raus, mit ein bisschen schneller und vorausschauend fahren. Immer sch\u00f6n am Ball bleiben. Aber dann kam pl\u00f6tzlich ein Riesenloch. Zum Abbremsen zu sp\u00e4t und so dachte ich mir einfach noch, Lenker festhalten und durch. Ging alles gut, Gl\u00fcck gehabt. Aber wir fragten uns schon, ob alle Strassen so seien. Wir dachten uns, alle Strassen seien in solch einem miserablen Zustand. Dazu kamen dann noch die Hunde in den D\u00f6rfern. Nur nicht anhalten, mit den Stiefeln die Kerle vom Motorrad fernhalten und schauen, dass sie nicht ins Vorderrad springen. Eine echte Herausforderung. Das war wirklich nicht lustig. Es gab auch enorm viele Hunde und wir sahen auch welche Tod im Strassengraben liegen. Das Hotel in Timisoara hatten wir etwas ausserhalb gebucht. Deshalb nahmen wir dann ein Taxi in die Stadt zur\u00fcck. Timisoara hat uns sehr gut gefallen und die Leute waren sehr freundlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>5. Tag Freitag, 29.07.2016<\/h2>\n<p>Die n\u00e4chste Unterkunft war f\u00fcr zwei N\u00e4chte gebucht, da wir\u00a0 uns ein bisschen erholen wollten. Von Timisoara ging es weiter westlich zu einem kleinen Ort names Paclisa. Wir fuhren durch einen Nationalpark, wo wir auch einen Halt einlegten, um zu essen. Uns beeindruckte die Natur, aber auch die Einfachheit, wie die Leute leben. Auf dem einen Bild sieht man die Stromversorgung. Wir haben fast keine Freileitungen mehr bei uns zu Hause. Auf dieser Reise wurde uns immer wieder bewusst, in was f\u00fcr einem Luxus wir leben.<\/p>\n<p>In der Vila Ivan wurden wir herzlich begr\u00fcsst. Die Tochter war wegen unserer Buchung extra von Deutschland nach Hause gereist, weil sie Englisch sprach. Ihr Vater war der Besitzer dieses Hauses und ein ehemaliger Polizist. Er hatte selbst am Haus Hand angelegt und vieles gebaut. Die Vila war sehr komfortabel und mit Stolz zeigte er uns seinen grossen Garten. Wir durften bei Ihnen mitessen. Es war Gastfreundschaft pur.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>6. Tag Samstag, 30.07.2016<\/h2>\n<p>Wir hatten unsere Reise nicht vollst\u00e4ndig geplant. Vielleicht auch deshalb hatten wir grosses Gl\u00fcck. Unsere Gastgeber erkl\u00e4rten uns, dass es eine wichtige Ausgrabung nicht weit von der Vila gibt. Am n\u00e4chsten Tag, obwohl wir eigentlich ausruhen wollten, stiegen wir ohne Gep\u00e4ck auf unsere Motorr\u00e4der und erkundeten die Gegend. Diesmal waren nur mein Mann und ich unterwegs und so waren die Motorr\u00e4der viel handlicher. So fuhren wir zu der Ausgrabung Sarmitzgetusa Recia. Wir mussten ein St\u00fcck zu Fuss gehen, aber es hatte sich gelohnt. Seht selbst im Beitrag.<\/p>\n<h2>7. Tag Sonntag, 31.07.2016<\/h2>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag ging die Reise weiter nach Hermannstadt.<\/p>\n<p>Ich erinnere mich, dass es ein anstrengender Tag war mit Schotterpisten als Pass\u00fcberquerung. Meine Tochter schlief manchmal auf dem R\u00fccksitz ein und ich musste sie aufwecken, wenn wir wieder einmal einen Pass in Angriff nahmen.<\/p>\n<p>Wie immer fuhren wir die meiste Zeit und haben deshalb sehr wenige Fotos gemacht.<\/p>\n<p>Am Abend nahmen wir im Hotel das Essen ein und waren die einzigen G\u00e4ste im Saal. War irgendwie seltsam, aber das Essen sehr gut.<\/p>\n<p>Daraufhin wollten wir noch etwas von der Stadt sehen und nat\u00fcrlich war es sp\u00e4t geworden, deshalb Sibiu by night im Beitrag.<\/p>\n<p>Unser Highlight der Reise war am n\u00e4chsten Tag vorgesehen, die Transfagaras.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>8. Tag Montag, 1.08.2016<\/h2>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag ging es Richtung Bran, das war dann der \u00f6stlichste Punkt unserer Reise. Die Fahrt nach Bran war wundersch\u00f6n, aber auch sehr anstrengend. Wir waren so gespannt auf die Transfagaras, dass wir fast ein bisschen entt\u00e4uscht waren. In der Schweiz kennen wir auch sehr sch\u00f6ne P\u00e4sse.\u00a0Wie ihr auf der Karte im Beitrag erkennen k\u00f6nnt, war dies eine unglaublich lange Etappe. Leider fanden wir die Unterkunft nicht auf Anhieb. Elmi fuhr wie immer voraus und die Strasse zur Unterkunft wurde zum Weg und wie ich es nennen w\u00fcrde zum Bachbett. Das sind dann die Momente, wenn Du mit dem Motorrad anh\u00e4lst, es zur\u00fcck rutscht. Nicht sehr angenehm. Uns kam genau in diesem Moment ein Wagen mit Ross entgegen. Dieser konnte nicht zur\u00fcck und ich auch nicht. Er winkte mir zu. Komm, komm. Ich bat meine Tochter abzusteigen und zu Fuss hoch zu gehen. Damit ich das Motorrad besser unter Kontrolle habe. Dann habe ich es versucht. Es ging Gott sei Dank alles gut, aber auf beiden Seiten mit den Koffern hatte ich vielleicht noch 10cm. Das arme Ross, ich hoffe, es hatte keine Angst. Oben stieg meine Tochter wieder auf und wir suchten Elmi, der bereits das Weite gesucht hatte. Bei einem Bauernhof fanden wir ihn. Ich war ziemlich gestresst in diesem Moment und sagte, ich m\u00fcsse mich ein paar Minuten erholen. Er fuhr wieder los, die Unterkunft zu suchen. Nach ein paar Minuten sagte ich zu Elena, okey, wir suchen weiter und wie es der Zufall so will, fanden wir die Unterkunft. Nur war das mit dem Handy noch nicht so in, vor einem Jahrzehnt. Also warteten wir vor der Unterkunft. Nach l\u00e4ngerer Zeit traf Elmi ein. Leider waren sie gest\u00fcrzt. Der Weg war so trocken gewesen, dass das Vorderrad weggerutscht war und beide unter dem Motorrad gefangen. Aber es gab Leute in der N\u00e4he, die ihnen halfen das Motorrad wieder aufzustellen. Nur leider hatten sich beide ein wenig weh getan und so kam der 1. Hilfe Kasten zum Einsatz. Aber viel war weder ihnen, noch dem Motorrad geschehen. Gott sei Dank. So Episoden bleiben einem immer in Erinnerung. Elmi war w\u00fctend, weil ich beim Bauernhof nicht gewartet hatte. Manchmal kann er sehr ungeduldig sein.\u00a0Wir blieben 2 N\u00e4chte im Casa Centiu, weil wir das &#171;Draculaschloss&#187; in Bran ansehen wollten. Leider gab es keine M\u00f6glichkeit uns zu verpflegen, also gingen wir am Abend ein Restaurant suchen. Der Besitzer hatte lange in Italien gearbeitet und sprach deshalb gut italienisch. Irgendwie schafft man es immer sich zu verst\u00e4ndigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>9. Tag Dienstag, 2.08.2016<\/h2>\n<p>Wir besuchten das Schloss Bran, dass 1377 errichtet wurde.<\/p>\n<p>Ein kurzer \u00dcberblick:<\/p>\n<p>1211\u20131226: An der Stelle befand sich vermutlich eine fr\u00fchere Holzfestung, die von den Deutschen Orden errichtet wurde.<br \/>\n1377: Der ungarische K\u00f6nig Ludwig I. von Ungarn erteilte den B\u00fcrgern von Kronstadt das Recht, eine steinerne Burg zu bauen.<br \/>\nUm 1388: Die steinerne Burg war weitgehend fertiggestellt und diente der Verteidigung sowie der Kontrolle einer wichtigen Handelsroute durch die Karpaten.<br \/>\n1920: Nach der Vereinigung Siebenb\u00fcrgens mit Rum\u00e4nien wurde Schloss Bran der Marie von Rum\u00e4nien geschenkt, die es zu einer k\u00f6niglichen Residenz umbauen lie\u00df.<\/p>\n<p>Obwohl Schloss Bran weltweit oft als \u201eDraculas Schloss\u201c vermarktet wird, gibt es keine gesicherten Belege daf\u00fcr, dass Vlad III. Dr\u0103culea (der historische \u201eDracula\u201c) dort dauerhaft lebte. Die Verbindung beruht vor allem auf sp\u00e4teren Legenden und dem Tourismus.<\/p>\n<p>Trotzdem wollten wir das Schloss sehen und wir wurden nicht entt\u00e4uscht.<\/p>\n<p>Anschliessend gingen wir noch etwas essen und als wir da so sassen, was sahen wir?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Schweizer Postauto, dass als Linienbus dient.<\/p>\n<p>Es ist schon vieles auf die Touristen ausgelegt in Bran und hier im Schloss trafen wir auch ganz verschiedene Nationen. Im Gegensatz zur Motorradreise, wo wir praktisch nie jemanden ausser Rum\u00e4nen trafen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>10. Tag Mittwoch, 3.08.2016<\/h2>\n<p>Wir hatten insgesamt nur 14 Tage zur Verf\u00fcgung und deshalb gings nun wieder Richtung nach Hause.<\/p>\n<p>Unser n\u00e4chster Halt war in Alba Iulia vorgesehen.<\/p>\n<p>Auf dem Weg dahin hielten wir an, weil uns dad Muzeul La Cetate auffiel. Die Anlag besteht aus:<\/p>\n<ul>\n<li>einer mittelalterlichen evangelischen Kirchenburg der Siebenb\u00fcrger Sachsen<\/li>\n<li>einer Wehrmauer mit Torturm<\/li>\n<li>dem Heimat- und Geschichtsmuseum \u201eMuzeul la Cetate\u201c, das die Geschichte des Ortes und der Kirchenburg zeigt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Kirchenburg stammt \u00fcberwiegend aus dem <strong>13.\u201315. Jahrhundert<\/strong> und geh\u00f6rte zu den zahlreichen befestigten Kirchen, die die s\u00e4chsischen D\u00f6rfer in Siebenb\u00fcrgen gegen \u00dcberf\u00e4lle sch\u00fctzten.<\/p>\n<p>Nebst dem Museum durften wir bis zum Glockenturm hochsteigen, was aber Mut erforderte. Niemals d\u00fcrfte man bei uns \u00fcber wacklige Bretter und so eine Leiter hochsteigen. Die Aussicht f\u00fcr Elmi und mich war unbeschreiblich. Seht selbst im Beitrag nach.<\/p>\n<p>In Alba Iuliu bezogen wir unser Hotel und anschliessend gings direkt in die Stadt.<\/p>\n<p>Das Denkmal erinnert an die drei Anf\u00fchrer des Bauernaufstands in Siebenb\u00fcrgen von <strong>1784<\/strong>:<\/p>\n<p>Der Aufstand richtete sich gegen die feudale Unterdr\u00fcckung der rum\u00e4nischen Bauern im damaligen Habsburgerreich. Obwohl der Aufstand niedergeschlagen wurde und die drei Anf\u00fchrer 1785 hingerichtet wurden, gelten sie heute in Rum\u00e4nien als nationale Freiheitshelden. Die Zitadelle von Alba Iulia war auch sehr eindr\u00fccklich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>11. Tag Donnerstag, 4.08.2016<\/h2>\n<p>Von Alba Iulia ging die Reise weiter. Wir passierten die Grenze Richtung Serbien.<\/p>\n<p>Zum ersten Mal mussten wir wirklich einen Grenzposten passieren, denn wir verliessen die EU. Eine Kommunikation war nur per Handzeichen m\u00f6glich. Wir mussten unsere Helme abziehen, damit sie unsere Gesichter sahen. Ausserdem wussten wir nicht, ob wir per Schritttempo durchfahren durften. Elmi wurde dann aber schnell zur\u00fcck gepfiffen bzw. gestoppt.<\/p>\n<p>An diesem Tag spulten wir viele Kilometer ab, deshalb gab es keine Zeit f\u00fcr Fotos.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Buchung hatten wir in Zrenanin vorgenommen.<\/p>\n<p>Wir sprachen mit unserer Empfangsdame, eine Studentin, auf Englisch. Wir fragten so einiges \u00fcber Serbien.<\/p>\n<p>Das Wasser aus der R\u00f6hre war braun und wir wagten zuerst nicht uns zu duschen. Wie verw\u00f6hnt wir doch sind in der Schweiz.<\/p>\n<p>Es gab einen Innenhof mit einem Bachlauf, wo wir auch gleich ein Selfie schossen.<\/p>\n<p>Am Abend gingen wir noch Pizza essen und die waren riesig und eine Pizza h\u00e4tte f\u00fcr 2 Personen mehr als gereicht. Ich weiss nicht, ob man auf dem Foto sieht, wie gross die Pizza ist. Ausserdem mussten wir bei Marija in der Schweiz nachfragen, was kein Fleisch auf serbisch heisst, da unsere Tochter Vegetarierin ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>12. Tag Freitag, 5.08.2016<\/h2>\n<p>In Zrenanin hatte man nur f\u00fcr uns ein reichhaltiges Fr\u00fchst\u00fcck organisiert, dass wir im Innenhof einnehmen durften.<\/p>\n<p>Nach dem leckeren Fr\u00fchst\u00fcck ging die Fahrt weiter durch Serbien Richtung Westen bis nach Kroatien.<\/p>\n<p>Wir fuhren nach der Grenze zwischen Serbien und Kroatien der Donau entlang und passierten Vukovar. Der Krieg, den wir nur aus den Nachrichten kannten, bekam ein Gesicht. Wir hatten damals den Krieg aus den Medien mitverfolgt. Der Krieg hinterl\u00e4sst bis heute Spuren in der Landschaft, aber was viel schlimmer ist, in den Menschen, die diese Kriege \u00fcberlebten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Strecke durch den Wald und hinunter nach Pakrac ist mir in bester Erinnerung geblieben. Es war eine wundersch\u00f6ne Strecke mit dem Motorrad.<\/p>\n<p>Im Hotel fiel am Abend der Strom aus und wir konnten nur kalt essen. Daf\u00fcr gab man uns ein Dessert. \u00dcberhaupt hatte man das Gef\u00fchl in dem grossen Hotel die einzigen G\u00e4ste zu sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>13. Tag Samstag, 6.08.2016<\/h2>\n<p>Zwischen dem Hotel in Kroatien und dem Hotel in Slowenien lagen einige Kilometer, die wir auch relativ z\u00fcgig hinter uns liessen.<\/p>\n<p>Slowenien erinnerte mich sehr an die Schweiz.<\/p>\n<p>Das von uns gebuchte Hotel in Sencur, Slowenien war eine ehemalige Kolchose.<\/p>\n<p>Eine Kolchose war in der Sowjetunion eine Form der Landwirtschaft, bei der Bauernbetriebe zu einer gro\u00dfen Genossenschaft zusammengelegt wurden. Formal waren die Mitglieder Miteigent\u00fcmer der Produktionsmittel, wie etwa Maschinen und Vieh. Allerdings geh\u00f6rte das Land, das die Kolchose bewirtschaftete, dem Staat. Die Kolchose war somit ein Instrument zur Verstaatlichung der Landwirtschaft und zur Kontrolle der Bauern.<\/p>\n<p>Der Begriff leitet sich als Kofferwort aus der russischen Bezeichnung f\u00fcr kollektives Wirtschaften ab und beschreibt eine Organisationsform, in der die Ertr\u00e4ge nach geleisteter Arbeit unter den Genossenschaftsmitgliedern verteilt wurden. \u00dcber diese kollektive Struktur hinaus unterlagen die Betriebe zentralen staatlichen Planvorgaben, die ma\u00dfgeblich \u00fcber die Anbaupl\u00e4ne sowie die Ablieferungspflichten der produzierten Agrarg\u00fcter entschieden. Die T\u00e4tigkeit in diesen Einheiten war f\u00fcr die Landbev\u00f6lkerung zudem oft mit einer festen Bindung an den Wohnort verbunden, da sie einen wesentlichen Bestandteil des sowjetischen Gesellschaftssystems bildete.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>14. Tag Sonntag, 7.08.2016<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck in Sencur ging es wieder zu\u00fcck auf die Strasse Richtung Italien. Eigentlich wollten wir fr\u00fcher einen Zwischenstopp machen, aber die Hotels waren ausgebucht. Deshalb gab es auch an diesem Tag eine l\u00e4ngere Fahrt.<\/p>\n<p>Vor der Grenze zu Italien \u00fcberholte uns eine gr\u00f6ssere Gruppe von Italienern. Ich versuchte Ihnen zu folgen, denn es war eine wirklich sch\u00f6ne Strecke zwischen Slowenien und Italien.<\/p>\n<p>Als wir durch die Alpen fuhren, gab es so unheimlich viel Verkehr und nichts als Kolonnen. Deshalb kamen wir sehr sp\u00e4t im Hotel an. Wir assen noch zu Abend, nervten uns, weil das Hotel f\u00fcr das WLAN separat noch 5 Euro pro Person wollte. Daf\u00fcr gingen wir dann noch kurz ins hoteleigene Schwimmbad.<\/p>\n<p>F\u00fcr Fotos hat es an diesem Tag nicht mehr gereicht.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag ging es dann nach Hause und wieder \u00fcber das M\u00fcnstertal, den Ofenpass und den Fluela. Gl\u00fccklich und dankbar kamen wir wieder zu Hause an, denn wir hatten unterwegs auch Unf\u00e4lle gesehen, auch mit Motorr\u00e4dern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Vilters nach Rum\u00e4nien und zur\u00fcck 2016 Intro Wie kommt man darauf nach Rum\u00e4nien zu reisen und vor allem mit dem Motorrad? Ein guter Freund von uns, der sehr gerne Rallys f\u00e4hrt, war in Rum\u00e4nien. Uns haben seine Erz\u00e4hlungen fasziniert und wir sagten uns, dass w\u00e4re doch was f\u00fcr uns, aber mit dem Motorrad. Unsere Tochter wollte mit uns kommen und ihr damaliger Freund ebenfalls. So kamen wir auf die Idee mit der Reise nach Rum\u00e4nien. F\u00fcr mich war es die erste Reise zusammen mit meiner Tochter auf dem Motorrad. Es war also f\u00fcr mich auch eine Herausforderung. Das Abenteuer konnte beginnen, die ungef\u00e4hre Reiseroute wurde bestimmt und verschiedene W\u00e4hrungen gewechselt. Die Motorr\u00e4der waren damals immer gewartet und bereit f\u00fcr eine n\u00e4chste Fahrt ins Ausland. Das Equipment mehrfach erprobt. Nur den Luxus von Hotels anstelle von Zeltpl\u00e4tzen wollten wir uns leisten. 1. Tag Montag, 25.07.2016 Alles bereit. Die Motorrad Koffer gepackt, je ein Koffer pro Person. Verschiedene W\u00e4hrungen gewechselt wie z.B. Euro Forint, Lei, Kuna und Dinar. Man sieht wir haben in den n\u00e4chsten 14 Tagen etwas vor. Die Koffer an unseren Motorr\u00e4dern haben uns schon viele Male gute Dienste geleistet. Auch wenn ich zwischenzeitlich kein eigenes Motorrad hatte, haben wir das Equipment wie z.B. die Koffertr\u00e4ger und die Koffern behalten. Mein Mann hatte mir auf den 50-zigsten Geburtstag eine BMW R80GS geschenkt. Eine \u00e4hnliche fuhr ich als ich noch j\u00fcnger war. Wir haben Sie Occasion gekauft. Er hat sie w\u00e4hrend einigen Wintermonaten praktisch komplett auseinander genommen und revidiert. Das Bike war einfach wie neu als ich es bekam.\u00a0Foto Bike folgt\u00a0Die ersten Hotels hatten wir gebucht. Ja wir haben uns Hotels geleistet. Als wir jung waren, ging das mit dem Zelt, aber heute mit unseren alten Knochen ist das nicht mehr so einfach. Unser erstes Hotel befand sich in 39030 Vintl, Italien. Der einzige Nachteil ist, man weiss wie weit man fahren muss bzw. man muss bis dorthin fahren. Dies waren am ersten Tag ungef\u00e4hr 274km. Von uns zu Hause ging es los nach Landquart, dann durchs Pr\u00e4ttigau bis nach Davos und \u00fcber den Fl\u00fcelapass nach Zernez im Engadin. Dann ging es weiter Richtung Ofenpass und das Val Mustair.\u00a0Unser n\u00e4chstes Ziel war Meran. Ich fuhr zum ersten Mal mit Koffern und meiner Tochter als Passagier. Das Motorrad war echt schwer zum Lenken, oder um es auf dem Mittelst\u00e4nder zu\u00a0 heben. Auch das Motorrad zu bremsen erforderte Kraft in den Armen. Wir haben nicht so moderne Motorr\u00e4der mit ABS etc. Aber das Gef\u00fchl ist einzigartig. Von Meran ging die Strecke s\u00fcdw\u00e4rts bis Bozen, wo wir links abbogen. Von Bozen waren es noch ungef\u00e4hr 60km bis nach Vintl. Im Hotel Appartement Haus Gitschberg hatten wir unsere Hotelzimmer gebucht. Gl\u00fccklich aber ein bisschen m\u00fcde kamen wir an. Im Hotel assen wir das Menu zum Abendessen. Ich sammle jeweils die Belege, deshalb weiss ich es noch so genau. Je nach Distanz und Aufenthaltsdauer bleibt nicht viel Zeit zum Fotografieren. Am Abend war f\u00fcr meinen Mann und mich dennoch noch gen\u00fcgend Zeit, um vor dem Eindunkeln noch einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Ein sch\u00f6ner Ort, sch\u00f6ne Berge, aber f\u00fcr uns nur ein Zwischenstopp. &nbsp; 2. Tag Dienstag, 26.07.2016 Ja im nachhinein kann ich es selbst fast nicht glauben, aber unsere zweite \u00dcbernachtung war in Maribor Slowenin gebucht. Von Vintl ging es westw\u00e4rts bis nach Obertilliach, wo wir ein Picknick f\u00fcr uns einkauften. Dies war um 11.40 Uhr am 26.07.2016. Danach kam eine wundersch\u00f6ne kurvige Strecke, die mir gut in Erinnerung geblieben ist. Am W\u00f6rthersee vorbei dem Fluss Drau folgend bis nach Slowenien. Nach der Grenze stand etwas am Boden geschrieben, aber ich hatte keine Ahnung, was da stand. Ich glaube ich habe sp\u00e4ter nachgesehen und es hiess &#171;Schule&#187;. Dann zog es sich noch lange hin bis Maribor, insgesamt waren es an diesem Tag 363km. Da wir f\u00fcr die zweite Nacht ein Garni Hotel gebucht hatten, gingen wir zum Abendessen in die Stadt. Die &#171;Pizzeria&#187; hiess Mlada Lipa. und wir bezahlten f\u00fcr 4 Personen 55.40. Von diesem Tag gibt es praktisch keine Fotos, weil wir so viel unterwegs waren. &nbsp; 3. Tag Mittwoch, 27.07.2016 Fr\u00fch standen wir wieder auf und ein Fr\u00fchst\u00fcck gab es nicht im Hotel. Ich erinnere mich nicht, aber ich meine man konnte aus irgendeinem Grund kein Fr\u00fchst\u00fcck, oder Abendessen einnehmen. Um 07.26.33\u00a0 Uhr haben wir in Maribor ausgecheckt. Danach gab es eine wirklich lange Fahrt nach Ungarn bzw. Baja. Slowenien und Ungarn waren uns unbekannt. Wir wussten, dass wir f\u00fcr die Autobahn bezahlen mussten. Aber die Grenze war nicht klar ersichtlich zwischen \u00d6sterreich und Ungarn und so befanden wir uns schnell einmal in Ungarn. Bei der ersten Ausfahrt fuhren wir ab und suchten ein Einkaufszentrum. Die Verst\u00e4ndigung war alles andere als einfach, aber in einem Laden, fand sich jemand, der uns erkl\u00e4rte, dass wir die Autobahnfahrten an einer Tankstelle bezahlen k\u00f6nnten. Die junge Dame sprach ein bisschen Englisch und versuchte uns den Weg zu erkl\u00e4ren. Das Bezahlen f\u00fcr die Autobahngeb\u00fchren war dann schnell und unkompliziert. Irgendwo unterwegs in der Pampa haben wir zu Mittag gegessen und ein Gewitter gab es auch noch. Was mich beeindruckte, war wie flach es in diesem Teil von Ungarn war. Man konnte den Horizont immer sehen. Einfach nur flach. Das Hotel in Baja befand sich gleich neben der Donau. Im Hotel assen wir zu Abend. &nbsp; 4. Tag Donnerstag, 28.07.2016 Was unvergesslich ist, war das Fr\u00fchst\u00fcck in Ungarn. Es gab Peperoni, Gem\u00fcse und alles m\u00f6gliche, aber kein Brot oder so etwas (deshalb unvergesslich). Auch die Menge war einfach nur beeindruckend. Zuerst dachten wir die Portion sei f\u00fcr 1 Person, aber es gab noch weitere 3 Portionen. Danach gings l0s Richtung Rum\u00e4nien. Wir waren schon sehr gespannt auf Rum\u00e4nien. Deshalb kam Ungarn auch zu kurz, weil wir m\u00f6glichst viel von Rum\u00e4nien sehen wollten. Kaum \u00fcber der Grenze, wenn man dies noch so sagen kann, denn Grenzposten gab es eigentlich keine mehr in der Europ\u00e4ischen Union. Also kaum \u00fcber der Grenze, wollten wir etwas einkaufen. Als unsere Motorr\u00e4der parkiert waren, kam sofort ein junger Mann auf uns zu. Was wir kaufen m\u00f6chten in dem Laden. Wir hatten kein gutes Gef\u00fchl. Also teilten wir uns auf. Jemand musste bei den Motorr\u00e4dern warten und die zwei anderen gingen in den Laden. Zum Schluss wollte der junge Mann etwas Geld von uns. Er sprach auch gut Englisch. Also gaben wir ihm etwas f\u00fcr seine &#171;Dienstleistung&#187; und fuhren weiter. Unsere Bef\u00fcrchtungen waren unbegr\u00fcndet. Nur man weiss ja nie. Als wir weiter fuhren kamen wir auf eine Strasse, wenn man dazu noch Strasse sagen kann. Es war ein Belag, der nur aus L\u00f6chern bestand. Wir dachten uns schon, so kommen wir nie an unserem Tagesziel in Timisoara an. L\u00f6cher, L\u00f6cher und nochmals L\u00f6cher. Langsam fahren war angesagt, den die hatten teilweise einen Durchmesser von 50cm. Mit der Zeit hatte ich es raus, mit ein bisschen schneller und vorausschauend fahren. Immer sch\u00f6n am Ball bleiben. Aber dann kam pl\u00f6tzlich ein Riesenloch. Zum Abbremsen zu sp\u00e4t und so dachte ich mir einfach noch, Lenker festhalten und durch. Ging alles gut, Gl\u00fcck gehabt. Aber wir fragten uns schon, ob alle Strassen so seien. Wir dachten uns, alle Strassen seien in solch einem miserablen Zustand. Dazu kamen dann noch die Hunde in den D\u00f6rfern. Nur nicht anhalten, mit den Stiefeln die Kerle vom Motorrad fernhalten und schauen, dass sie nicht ins Vorderrad springen. Eine echte Herausforderung. Das war wirklich nicht lustig. Es gab auch enorm viele Hunde und wir sahen auch welche Tod im Strassengraben liegen. Das Hotel in Timisoara hatten wir etwas ausserhalb gebucht. Deshalb nahmen wir dann ein Taxi in die Stadt zur\u00fcck. Timisoara hat uns sehr gut gefallen und die Leute waren sehr freundlich. &nbsp; 5. Tag Freitag, 29.07.2016 Die n\u00e4chste Unterkunft war f\u00fcr zwei N\u00e4chte gebucht, da wir\u00a0 uns ein bisschen erholen wollten. Von Timisoara ging es weiter westlich zu einem kleinen Ort names Paclisa. Wir fuhren durch einen Nationalpark, wo wir auch einen Halt einlegten, um zu essen. Uns beeindruckte die Natur, aber auch die Einfachheit, wie die Leute leben. Auf dem einen Bild sieht man die Stromversorgung. Wir haben fast keine Freileitungen mehr bei uns zu Hause. Auf dieser Reise wurde uns immer wieder bewusst, in was f\u00fcr einem Luxus wir leben. In der Vila Ivan wurden wir herzlich begr\u00fcsst. Die Tochter war wegen unserer Buchung extra von Deutschland nach Hause gereist, weil sie Englisch sprach. Ihr Vater war der Besitzer dieses Hauses und ein ehemaliger Polizist. Er hatte selbst am Haus Hand angelegt und vieles gebaut. Die Vila war sehr komfortabel und mit Stolz zeigte er uns seinen grossen Garten. Wir durften bei Ihnen mitessen. Es war Gastfreundschaft pur. &nbsp; 6. Tag Samstag, 30.07.2016 Wir hatten unsere Reise nicht vollst\u00e4ndig geplant. Vielleicht auch deshalb hatten wir grosses Gl\u00fcck. Unsere Gastgeber erkl\u00e4rten uns, dass es eine wichtige Ausgrabung nicht weit von der Vila gibt. Am n\u00e4chsten Tag, obwohl wir eigentlich ausruhen wollten, stiegen wir ohne Gep\u00e4ck auf unsere Motorr\u00e4der und erkundeten die Gegend. Diesmal waren nur mein Mann und ich unterwegs und so waren die Motorr\u00e4der viel handlicher. So fuhren wir zu der Ausgrabung Sarmitzgetusa Recia. Wir mussten ein St\u00fcck zu Fuss gehen, aber es hatte sich gelohnt. Seht selbst im Beitrag. 7. Tag Sonntag, 31.07.2016 Am n\u00e4chsten Tag ging die Reise weiter nach Hermannstadt. Ich erinnere mich, dass es ein anstrengender Tag war mit Schotterpisten als Pass\u00fcberquerung. Meine Tochter schlief manchmal auf dem R\u00fccksitz ein und ich musste sie aufwecken, wenn wir wieder einmal einen Pass in Angriff nahmen. Wie immer fuhren wir die meiste Zeit und haben deshalb sehr wenige Fotos gemacht. Am Abend nahmen wir im Hotel das Essen ein und waren die einzigen G\u00e4ste im Saal. War irgendwie seltsam, aber das Essen sehr gut. Daraufhin wollten wir noch etwas von der Stadt sehen und nat\u00fcrlich war es sp\u00e4t geworden, deshalb Sibiu by night im Beitrag. Unser Highlight der Reise war am n\u00e4chsten Tag vorgesehen, die Transfagaras. &nbsp; 8. Tag Montag, 1.08.2016 Am n\u00e4chsten Tag ging es Richtung Bran, das war dann der \u00f6stlichste Punkt unserer Reise. Die Fahrt nach Bran war wundersch\u00f6n, aber auch sehr anstrengend. Wir waren so gespannt auf die Transfagaras, dass wir fast ein bisschen entt\u00e4uscht waren. In der Schweiz kennen wir auch sehr sch\u00f6ne P\u00e4sse.\u00a0Wie ihr auf der Karte im Beitrag erkennen k\u00f6nnt, war dies eine unglaublich lange Etappe. Leider fanden wir die Unterkunft nicht auf Anhieb. Elmi fuhr wie immer voraus und die Strasse zur Unterkunft wurde zum Weg und wie ich es nennen w\u00fcrde zum Bachbett. Das sind dann die Momente, wenn Du mit dem Motorrad anh\u00e4lst, es zur\u00fcck rutscht. Nicht sehr angenehm. Uns kam genau in diesem Moment ein Wagen mit Ross entgegen. Dieser konnte nicht zur\u00fcck und ich auch nicht. Er winkte mir zu. Komm, komm. Ich bat meine Tochter abzusteigen und zu Fuss hoch zu gehen. Damit ich das Motorrad besser unter Kontrolle habe. Dann habe ich es versucht. Es ging Gott sei Dank alles gut, aber auf beiden Seiten mit den Koffern hatte ich vielleicht noch 10cm. Das arme Ross, ich hoffe, es hatte keine Angst. Oben stieg meine Tochter wieder auf und wir suchten Elmi, der bereits das Weite gesucht hatte. Bei einem Bauernhof fanden wir ihn. Ich war ziemlich gestresst in diesem Moment und sagte, ich m\u00fcsse mich ein paar Minuten erholen. Er fuhr wieder los, die Unterkunft zu suchen. Nach ein paar Minuten sagte ich zu Elena, okey, wir suchen weiter und wie es der Zufall so will, fanden wir die Unterkunft. Nur war das mit dem Handy noch nicht so in, vor einem Jahrzehnt. Also warteten wir vor der Unterkunft. Nach l\u00e4ngerer Zeit traf Elmi ein. Leider waren sie gest\u00fcrzt. Der Weg war so trocken gewesen, dass das Vorderrad weggerutscht war und beide unter dem Motorrad gefangen. Aber es gab Leute in der N\u00e4he, die ihnen halfen das Motorrad wieder aufzustellen. Nur leider hatten sich beide ein wenig weh getan und so kam der 1. Hilfe Kasten zum Einsatz. Aber viel war weder ihnen, noch dem Motorrad geschehen. Gott sei Dank. So Episoden bleiben einem immer in Erinnerung. 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