Ruta de la Plata, 4. Tag
Dienstag, 5.9.23
Nach dem Frühstück, fragen wir unseren Vermieter, ob er uns noch einen Stempel in unser Credencial (Ausweis für Pilger) gibt. Wir packen die Sachen vom Koffer in die beiden Ortlieb Seitentaschen und das «Beauty-Case» wie ich es nenne, das am Lenker befestigt wird. Nur keine schweren Sachen in das Beauty-Case, denn sonst wird es schwierig mit dem Manövrieren. Die schweren Sachen gehören unten in die Packsäcke. Die Koffer dürfen wir im Zimmer belassen und werden dann von unserer Reiseagentur nach Salamanca transportiert. Wir nehmen uns nicht viel Zeit, um die Handhabung des E-Bike’s kennen zu lernen. Es gibt 4 Stufen Eco plus, Eco, Sto und High und 10 Balken, die die geladene Energie der Bike’s anzeigen. Die eigentlich 2. Etappe ist nur 34km, aber ich kämpfe mit dem Schlafmanko. Nach 6 Stunden mussten wir aufstehen, um das Frühstück einzunehmen. Es wird von nun an immer etwa ähnlich sein, einen Kaffee con leche, ein Stück Brot mit Butter und Konfitüre und ein Orangensaft (frisch gepresst), einfach herrlich. Wer schon einmal im Süden von Spanien war, kennt diese frisch gepressten Säfte und das Brot, das mit Olivenöl und Tomaten bestrichen wird. Wir kaufen noch Proviant ein, etwas Brot, Fleisch, Früchte, Käse und natürlich Wasser, das wir jeweils in unsere Bag’s umfüllen. Wir sind gut ausgerüstet. Das Brot werden wir auch in Zukunft versuchen in einer Bäckerei zu kaufen und die kleinen Läden erinnern uns, vor allem natürlich Elmi, an früher. Unscheinbar sind sie, klein, aber das Sortiment ist gross und meistens hängen Plastikstreifen an der Türe. Gute alte Zeit. Wir sind ausserdem froh, dass Elmi sein Garmin mitgenommen hat, wo alle Etappen aufgezeichnet sind. Ich dachte, wir bekommen die GPS Daten, aber dem war nicht so.

Ausserdem hat mein Velo nur Klickpedalen, was eigentlich für Elmi passt, aber von mir nicht gewünscht war.


So nun aber in die Pedale und unseren Camino beginnen. Die Gegend ist sehr schön, überall sehen wir die schwarzen Schweine und die Eichelbäume, es gibt auch Ziegen und Pferde. Ich denke, die Schweine haben ein friedliches Leben bevor sie als Schinken auf die Teller gelangen.


Auf einer Burg mit schöner Aussicht essen wir zu Mittag.
Meine Kondition lässt noch zu wünschen übrig und musste schon einmal vom Fahrad absteigen und zu Fuss gehen. Elmi ist den steilen Hang hinaufgefahren. Ich bin ansonsten zufrieden wieder überhaupt auf einem Bike zu sitzen und treten zu können.
Um zirka 15.00 Uhr treffen wir in der 2. Unterkunft ein. Dann wird die Velogarnitur im Lavabo gewaschen, geduscht und wir machen uns auf den Weg zum Velohändler, um normale Pedalen zu kaufen. 15 Euro kosten diese. Dies habe ich mit der Agentur so abgemacht. Sie wollten die Pedalen auch rückvergüten, aber wegen 15 Euro, lohnt sich der Aufwand nicht.
Ein kleiner Ausflug per Rad, um das «Monesterio» zu finden, wir entdecken es nicht. Es hiess im Reiseführer es sei überwachsen. Nicht so schlimm. Die Bike’s muss Elmi in den ersten Stock tragen, da sie nicht in den Lift passen. Das war der einzige Nachteil in diesem Hotel. Wir gehen auf einen Apero runter auf die Terasse. Am Abend essen wir im Hotel. Ab 20.00 Uhr wäre der Saal geöffnet, aber um 20.30 Uhr sind wir die ersten Gäste. Es gibt Suppe, Llomo de cerdo o ternera Fritten und Pilz. Elmi isst noch einen Dessert und wir bezahlen 23.00 Euro für alles. Wir sind sprachlos. Die Leute verdienen nichts. Wie glücklich dürfen wir uns schätzen. Erst um 22.00 Uhr treffen die Gäste ein, ganze Familien mit Grosseltern und wir gehen zu Bett.
Die erste Etappe per Velo verpasst, dafür waren das Hotel und die Bike’s bereit.

Tourenverlauf Almaden de la Plata nach Monesterio
