Ruta de la Plata, 7. Tag
Freitag, 8.9.23
Heute war ein Feiertag in der Region von Extremadura. Ich wusste schon am Morgen früh, dass dieser Tag streng wird. 70km lagen vor uns. Wow!


Am Aquädukt vorbei ging es aus der Stadt raus. Unterwegs trafen wir Fussgänger, obwohl es schon heiss war. Wir kamen zu einem See. Die Leute fischten und badeten. Leider hatten wir keine Zeit, oder besser gesagt, wir wussten, dass wir für die 70km ein paar Stunden brauchen würden und am Morgen schon auszuruhen, war in dieser Situation nicht unbedingt ratsam.

Also weiter. Dann auf einmal sprach mich ein Spanier an, der zu uns aufgeschlossen hatte. Er war mit einem Specialized und fully unterwegs. Er erzählte er sei aus Barcelona, alleine unterwegs und sei im Moment im Urlaub bevor eine neue Stelle antrete. Er wollte bis Santiago de Compostela. In einem Dorf hielt er an und wir fuhren weiter. Später holte er uns dann wieder ein und wir fuhren gemeinsam weiter. Dann ging es auf einmal sehr steil hoch und mit grossen Steinen. Ich hatte Mühe, aber weil ich am ersten Tag schon einmal abgestiegen war, wollte ich einfach da rauf. Im kleinsten Gang. Oben angekommen, musste ich mich einen Moment ausruhen. Unser Begleiter fuhr weiter und wir begegneten ihm danach nicht mehr. So ist es auf dem Via, man geht zusammen und dann begegnet man sich wieder, oder auch nicht.

Sehr lange fuhren wir auf einem wundenschönen Höhenweg.
Irgendwie kam es einem manchmal endlos vor. Aber irgendwann ging
es dann wieder hinunter. Elmi entdeckte auf dem Navi einen See,
der nicht weit entfernt war.

Also bogen wir ab und schon war da eine Herde mit zwei grossen hellen Hunden. Wir hielten an,
weil uns auch gerade ein Auto entgegenkam und er uns fragte, ob wir uns verfahren hätten.
Er meinte, wenn wir absteigen und die Bike’s stossen, werden sie uns in Ruhe lassen.
So war es dann auch.

Wir fuhren bis an das eine Ende des Sees und fanden dort einen schönen Platz unter einem Baum, wo wir in Ruhe zu Mittag assen.
Es war zwar immer dasselbe Essen, aber es schmeckte immer gut. Das letzte Stück dieser langen Route war happig.

Ich bekam ziemliche Schmerzen und es war ausserdem sehr trocken und heiss. Die Strecke war verlängert worden, wegen dem Feiertag, bzw. weil im Dorf, wo wir übernachten wollten, alles ausgebucht war. Deshalb hat uns die Reiseagentur nochmals zirka 15km weiter einquartiert. Auch wenn diese 15km am nächsten Tag nicht zu absolvieren waren, wäre uns ersteres lieber gewesen. Die Bike’s nahmen wir aufs Zimmer. Wegen dem Feiertag war alles geschlossen, ausser dem Schwimmbad mit Restaurant. Wir gingen also da hin. Es war ein richtiges «Dorffest» mit lauter Musik und die ganzen Einwohner waren da. Zum Schluss ass jeder von uns ein Schnitzelbrot mit 3 Schnitzeln. Wir sind so müde und haben zu viel Sonne abgekriegt. Aber wir haben es geschafft.
Tourenverlauf Mérida nach Valdesalor
