Ruta de la Plata, 2. Tag

Sonntag, 3.9.23

Der Weg vom Hotel zum TGV Bahnhof, Sud de France war schneller absolviert wie am Vortag. Die letzten hundert Meter waren ein Spiessrutenlauf, da der Weg als Hundeklo benützt wird, obwohl es eigentlich ein System, wie den Robydog bei uns, gibt. Es war auch nicht so heiss am Morgen. Das Hotel war ok und Elmi hat sehr gut geschlafen. Zum ersten Mal seit Jahren assen wir Frühstück. Wir hatten bei der Planung der Reise beschlossen, dass wir das Frühstück zu uns nehmen, da wir die Energie für die Fahrt mit dem Bike benötigen. Es war trotzdem eigenartig zusammen das Frühstück einzunehmen, anstelle des Teilfastens zu praktizieren, wie wir es normalerweise tun.

Beitragsbild, 2. Tag
TGV Bahnhof Sud de France, Montpellier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Bahnhof Montpellier Gare de Sud ist bestens organisiert und befindet sich, wie die meisten Hochgeschwindigkeitsbahnhöfe, ausserhalb der Stadt.

 

Beitragsbild, 2. Tag
Elmi am Bahnhof in Montpellier

Unheimlich schnell ging es durch das Tunnel von Frankreich nach Spanien. Wir erinnerten uns an die alten Zeiten, wo man in Frankreich ausstieg und durch den Zoll zu Fuss ging, um anschliessend in Spanien den Zug mit der schmaleren Spurbreite zu nehmen. Dies war vor den Kriegen so beschlossen worden, damit ein Invasion mit Hilfe der Bahnlinie verunmöglicht wurde, erklärten uns Spanier ein paar Tage später. Wir assen im Restaurant des TGV noch etwas Kleines. Die Umgebung flitzte nur so an uns vorbei und schon hiess es Umsteigen in Barcelona. Da wir es nicht besser wussten, gingen wir aus dem Transferbereich. Es war ein Riesenschock, die abertausenden Menschen an diesem Bahnhof in Barcelona Sants zu erleben. Die Menschenmenge übertraf jene am Flughafen Zürich an einem Sommerferientag. Dann hiess es wieder durch die Gepäck- und Personenkontrolle und immer wieder Tickets und Reservationen vorzeigen. Ich bin nicht so geschickt und schnell seit dem Unfall, deshalb war dies alles etwas mühsam. Wir schworen uns, den Transitbereich, wenn möglich, in Madrid Atocha nicht zu verlassen. Da gibt es vielleicht noch mehr Leute, dachten wir uns. Der AVE (Alta Velocidad de Espana), den wir zum ersten Mal zum Reisen benutzten, fliegt durch Spanien! Was für eine Reise in der 1. Klasse, Ledersitze, ein Spielfilm läuft und viel Beinfreiheit. Bevor wir in Madrid Atocha ankamen, gab es an allen Handys einen Alarm, natürlich auch auf unseren Handys. Der Zug wurde langsamer, der Himmel war schwarz und es hiess es gebe Unwetterwarnungen für den Süden. In Madrid Atocha angekommen, wurde es dann sehr mühsam. Die Züge fuhren nicht und wir standen mindestens 2 1/2 Stunden an, um die Auskunft zu erhalten, dass kein Zug mehr fahren würde, wegen den Überschwemmungen. Eventuell Morgen würden die Züge wieder fahren, aber dies war auch noch ungewiss. Ich erkundigte mich noch, um welche Zeit am nächsten Tag die Schalter geöffnet hätten und kontaktierten den TCS. Leider konnten wir die Reiseagentur nicht erreichen, es war Sonntag und das Hotel antwortete auch nicht. Der TCS hat uns schon zwei- oder dreimal geholfen, wenn irgendetwas passierte. Zusammen mit dem TCS beschlossen wir ein Hotel zu suchen, um am nächsten Tag weiterzureisen. Über booking.com fanden wir ein Hotel nicht weit von Madrid Atocha entfernt und nicht so teuer. Um 23.00 Uhr fielen wir müde und enttäuscht ins Bett. Wir können unsere Reise Morgen Montag nicht planmässig beginnen, war unser letzter Gedanke vor dem Einschlafen.

 

 

 

Diese Unterkunft in Sevilla haben wir verpasst:

 

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